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Was macht ein Optometrist?

Optometristen erbringen Gesundheitsdienstleistungen rund um das Auge und das visuelle System. Die Gesundheitsdienstleistungen beinhalten die Refraktions- und  Korrektionsbestimmung, die Sehhilfenanpassung und -abgabe, die Abgrenzung von Augenkrankheiten und die Wiederherstellung normaler Zustände des visuellen Systems. 

Optometristen besitzen in der Regel eine Hochschulausbildung mit dem Abschluss Bachelor beziehungsweise Master of Science Augenoptik/Optometrie“ oder eine anderweitige qualifizierte Weiterbildung. Sie können darüber hinaus auch einen Doktorgrad erworben haben. 

Aufgrund seiner Ausbildung ist der Optometrist dazu befähigt, das Auge auf krankhafte Auffälligkeiten hin zu untersuchen, die gegebenenfalls einer zusätzlichen ärztlichen Abklärung bedürfen.

In Deutschland können qualifizierte staatlich geprüfte Augenoptiker und/oder Augenoptikermeister nach einer geregelten Weiterbildung ebenfalls eine Optometrie-Qualifikation als Optometrist erlangen.

Was macht …

... ein Optometrist?

Optometristen bieten unterschiedliche Gesundheitsdienstleistungen für das Auge und visuelle System an. Dies geschieht in der Regel durch die Verordnung von Sehhilfen; hierzu gehören Brillen, Kontaktlinsen sowie vergrößernde Sehhilfen. Zudem kann der Optometrist bei bestimmten Fehlern in der Koordination beider Augen ein sogenanntes Sehfunktionstraining anraten. 

Der Optometrist ist ein Gesundheitsdienstleister. 

... ein Augenoptiker?

Augenoptikermeister haben im Anschluss an ihre in der Regel dreijährige Augenoptiker-Ausbildung eine berufsbegleitende oder ganztägige Fortbildung erhalten. Diese Fortbildung dauert meist mindestens weitere neun bis 24 Monate. Ihnen gleichgestellt sind die staatlich geprüften Augenoptiker, die ihre Zusatzausbildung an einer Fachschule absolviert haben. Auch Bachelor und Diplom-Ingenieure im Fach Augenoptik/Optometrie verfügen über denselben Berufszugang.

Die hauptsächlichen Tätigkeiten von Augenoptikermeistern und staatlich geprüften Augenoptikern liegen in der Lösung von Sehproblemen. Hierzu führen sie Augenprüfungen durch, passen Brillen, Kontaktlinsen sowie vergrößernde Sehhilfen an und bieten darüber noch handwerkliche Dienstleistungen. Natürlich sind sie auch in der Beratung der Kunden bei der Auswahl einer Brillenfassung sowie der Brillengläser tätig.

Augenoptikergesellen arbeiten in der Regel in der Niederlassung eines Optometristen oder Augenoptikermeisters und haben eine dreijährige Lehrausbildung absolviert. Ihre Tätigkeiten liegen sowohl in der augenoptischen Werkstatt, wo sie für die Einarbeitung der Brillengläser in die jeweilige Fassung unter Aufsicht des Meisters verantwortlich sind; darüber hinaus führen sie alle anfallenden Reparaturen an Sehhilfen durch. Ebenso gehört die Beratung der Kunden bei der Auswahl der Brillenfassung sowie der Brillengläser zu ihren Tätigkeiten. Teilweise führen sie auch Voruntersuchungen im Rahmen ihrer optometrischen Assistenz durch.

... ein Augenarzt?

Augenärzte haben nach ihrem Medizinstudium eine fünfjährige durch die Landesärztekammern geregelte Weiterbildung in Augenheilkunde absolviert. Sie können darüber hinaus einen Doktorgrad erworben haben.

Das Tätigkeitsspektrum eines Augenarztes liegt in der Erkennung, Behandlung, Prävention sowie Rehabilitation krankhafter Veränderungen des Auges sowie seiner Adnexe. Augenärzte sind sowohl in niedergelassenen Praxen als auch in Kliniken beschäftigt.

Vorrangig ist der Arzt für Augenheilkunde für kranke Augen zuständig, führt aber auch kosmetische oder funktionale augenchirurgische Operationen durch, zum Beispiel Augenlaseroperationen zur Korrektur von Fehlsichtigkeiten. Die häufigste in Deutschland durchgeführte Augenoperation ist die Entfernung des Grauen Star.

... eine Orthoptistin ?

Orthoptistinnen untersuchen und behandeln Störungen des monokularen und binokularen Sehens. Hierzu gehört auch die Überprüfung der Sehschärfe von Säuglingen und Kleinkindern. Sie ist eine nach einer Berufsordnung und mit staatlicher Anerkennung ausgebildete, präventiv, diagnostisch und therapeutisch tätige Fachkraft in der Augenheilkunde. Die Spezialgebiete von Orthoptistinnen sind Schielerkrankungen und neurologisch bedingte Augenerkrankungen.

Tätig in Augenarztpraxen und Krankenhäusern

Orthoptistinnen arbeiten normalerweise in Augenarztpraxen oder Krankenhäusern mit einer augenärztlichen Abteilung. Sie sind zudem in entsprechenden Hochschulkliniken tätig. Orthoptistinnen haben in Deutschland in der Regel eine dreijährige Ausbildung an einer Berufsfachschule und einer Augenklinik mit dem Abschluss staatlich geprüfte Orthoptistin absolviert.

Wissen des Optometristen

Der Optometrist wird in der Sehversorgung in Deutschland in Zukunft noch mehr als in der Vergangenheit eine Lotsenfunktion einnehmen. Die Bedürfnisse der Kunden und die Anforderungen an das visuelle System steigen mit dem Durchschnittsalter der Bevölkerung und der fortschreitenden Technisierung.

Um dieser zunehmenden Verantwortung gerecht zu werden, muss der Optometrist entsprechend qualifiziert sein und durch Weiterbildung immer „am Ball“ bleiben. Denn es sind das Fachwissen um die allgemeine und okuläre Biologie, Physiologie und Pathologie sowie die Fähigkeiten zum Erkennen von okulären Auffälligkeiten, die den Optometristen auszeichnen.

Praxiswissen

Um sein Wissen in der Praxis einsetzen zu können, muss der Optometrist nicht nur Refraktionsfehler bestimmen, sondern auch okuläre Auffälligkeiten erkennen können. Hierzu stehen unter anderem folgende zusätzliche Themen auf dem Lehrplan: Optometrisches Screening, Optometrische Untersuchungstechniken (z.B. Ophthalmoskopie), okuläre Pathologie, Pharmakologie und Immunologie sowie das Training an Personen mit Sehstörungen oder okulären Pathologien.

Minimum der Wissensgebiete

Ausbildung

Vor der Ausstattung steht die Ausbildung, die auf verschiedenen Wegen das fundierte Wissen des Optometristen prägen kann.

In seiner Ausbildung werden dem Optometristen unter anderem folgende Wissensgebiete vermittelt, die als Minimum seines Wissen angesehen werden dürfen:

Allgemeine Anatomie

Training an Personen mit Sehstörungen oder okulären Pathologien

Physiologie

Pathologie

Biochemie

Mikrobiologie

Immunologie

Allgemeine und okuläre Biologie

Allgemeine und okuläre Pharmakologie

Gesundheitsdienstleister

Der Optometrist ist …

… ein Gesundheitsdienstleister für die Augen und das gesamte visuelle System. Er erkennt Auffälligkeiten des Auges und sorgt mit den entsprechenden Maßnahmen für den Erhalt und die Wiederherstellung der Seh-Funktionen, die für ein optimales und unbeschwertes Sehen nötig sind.

Er deckt eventuelle Anzeichen oder Risikofaktoren für Augenkrankheiten auf und spricht erforderlichenfalls eine Empfehlung für einen Augenarzt aus, damit dieser die Krankheit frühzeitig diagnostizieren und therapieren kann.

Für die vielen optometrischen Leistungen verwendet ein Optometrist ebenso viele Messinstrumente, Hilfsmittel und Geräte. Jedoch ersetzt das modernste Gerät nicht das unbedingt nötige Fachwissen eines Optometristen, der die Daten und Bilder der Messinstrumente bewerten und beurteilen muss.

Messinstrumente

Ausstattung

Unabhängig vom Ausbildungsweg kann sich der Optometrist dennoch die moderne Technik und die Innovationen der Maschinenhersteller zunutze machen. Zu einer üblichen Geräteausstattung eines Optometristen gehören daher unter anderem:

Autorefraktometer und Skiaskop

Sehtest und Projektor, evtl. Phoropter

Spaltlampe, Ophthalmoskop, 90 Dioptrien-Linse und Lupen

Topograph

Stereoteste

Kontrastsehtafel

Farbteste

Führerscheinsehtestgerät

viele weitere unterschiedliche optometrische Untersuchungsteste