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Anmeldung zur RAL Gütegemeinschaft Optometrische Leistungen möglich

Seit dem 1. August ist die Anmeldung zur RAL Gütegemeinschaft Optometrische Leistungen möglich. Voraussetzung für die Gütezeichenbenutzung ist, dass der Antragsteller oder ein in dem Betrieb des Antragstellers beschäftigter Mitarbeiter (mit einer Wochenarbeitszeit von mindestens 30 Stunden) über die praktischen und theoretischen Kompetenzen zur Durchführung optometrischer  Untersuchungen verfügt. Zu den fachlichen Qualifikationen zählen ein Hochschul- oder Universitätsabschluss in der Augenoptik/Optometrie, die bestandene Fortbildungsprüfung zum Optometristen (HWK/ZVA) sowie das ECOO Europadiplom; darüber hinaus müssen die Betriebe alle weiteren in der Gütesicherung RAL-GZ 117 definierten Anforderungen nachweisen. 

Gleichzeitig ist auch die Anmeldung für die Auflistung im Deutschen Optometristen Register möglich. Hier können sich auch alle Optometrist*innen registrieren lassen, welche nicht in Betrieben mit dem „RAL Gütezeichen Optometrische Leistungen“ praktizieren, aber die fachlichen Voraussetzungen der Gütegemeinschaft aufweisen. Alle Informationen und Anträge für die Mitgliedschaft in der Gütegemeinschaft und zum Optometristenregister finden sich auf der neu gestalteten Website der RAL Gütegemeinschaft  Optometrische Leistungen unter  www.optometrist.de.

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Was heißt Stereosehen?

Das Stereosehen ist die höchste Form des beidäugigen Sehens. Bedingt durch den Abstand der beiden Augen voneinander entstehen auf den jeweiligen Netzhäuten leicht unterschiedliche Abbilder eines fixierten Objektes. Je näher das Objekt an die Augen rückt, desto größer wird der Unterschied zwischen den Netzhautbildern. Das Gehirn ermittelt aus dem Abgleich der beiden Netzhautbilder einen Eindruck der räumlichen Tiefe – vereinfacht gesagt, ist Stereosehen somit gleichbedeutend mit 3D-Sehen. 

Makuladegeneration

Eine Makuladegeneration tritt vor allem bei älteren Menschen auf und macht sich häufig ab einem Alter von 60 Jahren bemerkbar – deswegen spricht man auch von der Altersbedingten Makuladegeneration (AMD). Ein rechtzeitiges Erkennen von Frühzeichen und Veränderungen der Makula führen zur Überweisung an einen Augenarzt, der dann geeignete Maßnahmen zum Schutz der Netzhaut einleiten kann.

Die Krankheit trifft exakt jenen Bereich der Netzhaut, der für das scharfe Sehen verantwortlich ist: die Mitte der Netzhaut; die Makula. Diese Stelle ist für das Sehen von erheblicher Bedeutung, ist sie geschädigt, sind im zentralen Sichtbereich nur noch Umrisse erkennbar, die Bilder werden unscharf, Kontraste werden schwächer und gerade Linien als verzogen wahrgenommen.

Ursache dafür ist die Zerstörung der Zapfen (Lichtrezeptoren), die sich in der Makula befinden und unter anderem für das scharfe Sehen und die Wahrnehmung von Farben und Kontrasten zuständig sind. Die Makuladegeneration wird allzu oft zu spät bemerkt, so dass die entstandenen Schäden nicht mehr zu reparieren sind. Auch hier ist eine regelmäßige Prüfung zu empfehlen, damit im Falle einer Erkrankung sofort durch den konsultierten Augenarzt eine Therapie eingeleitet werden kann.

Optometristen teilen die Makuladegeneration in zwei Arten ein: Die „trockene“ Makuladegeneration entwickelt sich langsam und führt erst zu einem verhältnismäßig späten Zeitpunkt zu Beeinträchtigungen des Sehens. Jedoch kann sich aus aus der „trockenen“ eine „feuchte“ Makuladegeneration entwickeln, die einen rapiden Sehverlust im zentralen Bereich der Netzhaut zur Folge hat.

Risikofaktoren

Zu den besonderen Risikogruppen gehören Menschen, die nicht nur um die 60 Jahre oder älter sind, sondern die zudem unter hohem Blutdruck leiden oder deren Augen besonderen Beanspruchungen ausgesetzt sind (z.B. UV-Strahlung). Aber auch Raucher und genetisch vorbelastete Menschen haben ein erhöhtes Risiko, an einer Makuladegeneration zu erkranken.

Was bedeutet Presbyopie?

Die Presbyopie oder Alterssichtigkeit ist ein Zustand, bei dem die Flexibilität der Augenlinse und damit die Möglichkeit zur Akkommodation unter ein Maß gesunken sind, das zum Lesen oder für sonstige visuelle Naharbeiten erforderlich wäre. Bei den meisten Menschen tritt dieser Zustand mit Mitte vierzig ein. Gängige Hilfsmittel zur Versorgung einer Presbyopie sind Lesebrillen, Gleitsichtbrillen oder multifokale Kontaktlinsen. Auch gibt es chirurgische Möglichkeiten, von denen zum gegebenen Zeitpunkt jedoch keine die Akkommodationsfähigkeit des Auges wieder herstellt. 

Was ist der „Gelbe Fleck“?

Die Makula beschreibt das Gebiet der Netzhaut, das dem zentralen Gesichtsfeld entspricht. In diesem Netzhautareal liegen die höchste Dichte an Rezeptoren und damit die höchste Sehschärfe vor. Die hohe Dichte an Sinneszellen führt dazu, dass die Makula sich farblich vom Rest der Netzhaut abhebt, weshalb sie auch als „Gelber Fleck“ bezeichnet wird.

Was bedeutet Sehschärfe bzw. Visus?

Der Begriff Visus 1,0 wird in der Umgangssprache als Sehschärfe 100 Prozent bezeichnet  Dies ist jedoch nicht ganz korrekt: da der Visus 1,0 durch eine Norm definiert wird und von vielen Menschen durchaus übertroffen werden kann. Die Sehschärfe beschreibt die Fähigkeit, feine Details eines angeblickten Objektes wahrnehmen zu können. Sie wird auch als Visus bezeichnet. Je höher der Visus, desto größer die Fähigkeit zum Erkennen feiner Details. Augenoptiker und Optometristen unterscheiden zwischen dem freien Visus, also der Sehschärfe ohne Korrektion, und dem korrigierten Visus, also der mit Brille oder Kontaktlinsen erreichten Sehschärfe.

Was ist Anisometropie?

Als Anisometropie bezeichnet man die „Ungleichsichtigkeit beider Augen“. Wenn zum Beispiel ein Auge kurzsichtig und das andere weitsichtig ist, spricht man von einer Anisometropie. Die meisten fehlsichtigen Augenpaare weisen unterschiedliche Fehlsichtigkeiten auf, doch ist eine kleinere Differenz völlig normal und kann durch das Gehirn kompensiert werden. Bei einer größeren Anisometropie hingegen gelingt dies in der Regel nicht mehr. In der Folge entstehen schlimmstenfalls Doppelbilder, ein normales Sehen ist nicht mehr möglich. 

Woran kann ich erkennen, ob mein Kind zum Optometristen sollte?

Wenn ein Kind unkonzentriert ist beim Lesen, Malen oder Schreiben, kann das ein Zeichen dafür sein, dass es nicht optimal sieht. Auch wenn das Kind sich häufig die Augen reibt, über Kopfschmerzen klagt oder häufig stolpert, sich häufig stößt oder am Ball vorbei greift, können dies Anzeichen dafür sein, dass Probleme mit den Augen vorliegen. In diesem Fall sollte die Sehfähigkeit des Kindes unbedingt von einem Optometristen geprüft werden.

Strabismus

Das Sehen von Farben zählt wohl zu den komplexesten Sehfunktionen, nicht zuletzt deswegen gehören die Farbsinnstörungen zu den häufigsten Äuffälligkeiten des Sehens. Und es ist somit auch nicht sonderlich verwunderlich, dass das Farbsehen eher als andere visuelle Funktionen des Auges von Altersveränderungen betroffen ist. Zwischen dem 20. und 30. Lebensjahr erreicht die Fähigkeit, Farben zu sehen, ihren Höhepunkt – fortan lässt sie nach. So setzen Einbußen des Unterscheidungsvermögens von zwei Farben durchschnittlich mindestens zehn Jahre früher ein als Einbußen des Unterscheidungsvermögens bei Gerüchen oder Tönen. Altersbedingte Trübungen der Augenlinse und Veränderungen der neuronalen Basis des Sehens sind für die Verschlechterung besonders verantwortlich. 
 
Etwa acht Prozent aller Männer leiden an einer angeborenen Farbsinnstörung, die nur von der Mutter vererbt werden kann; bei den Frauen sind es nur 0,4 Prozent. Neben den angeborenen Störungen des Farbsehens gibt es aber auch noch erworbene Farbsinnstörungen, die auf Erkrankungen des Auges oder des Sehnervs zurückzuführen sind. Allerdings können auch Drogenkonsum und die Einwirkung von Medikamenten Farbsinnstörungen begünstigen; und nicht zuletzt ist, wie oben beschrieben, das Altern maßgeblich verantwortlich für erworbene Störungen. Schätzungen zufolge leiden rund fünf Prozent aller Menschen an einer erworbenen Farbsinnstörung. 
 
Bei Kindern ist die Prüfung des Farbsehens sinnvoll, um eventuelle Lern- oder Schulprobleme zu vermeiden bzw. ihnen entgegen wirken zu können. Einige Medikamente können Netzhautschäden hervorrufen, wenn sie über einen langen Zeitraum eingenommen werden. Auch in diesen Fällen können nach einem Screening des Farbsehens Gegenmaßnahmen ergriffen werden.
 

Ausprägungen von Farbsinnstörungen

Patienten mit erworbenen Farbsinnstörungen berichten häufig über veränderte Farben, Blitze oder Flimmern. Auffallend ist, dass dabei die Farben genauso beschrieben werden, wie sie wahrgenommen werden: Erscheinen die Blätter eines Baumes beispielsweise grau, so werden die Blätter auch als grau bezeichnet. Hingegen wird eine Person mit einer angeborenen Farbsinnstörung die Blätter als grün bezeichnen, auch wenn sie gar nicht in der Lage ist, Grün als Farbe wahrzunehmen. 
 
Es gibt unterschiedliche Ausprägungen von Farbsinnstörungen, die mit der Anzahl und den Typen der auf der Netzhaut befindlichen Zapfen zusammenhängen. Sind gar keine Zapfen vorhanden, dann ist ein Farbsehen überhaupt nicht möglich. Am anderen Ende der Skala gibt es auch Menschen, die nur zwei bestimmte Farben nicht voneinander unterscheiden können. 

Farbsinnstörung

Das Sehen von Farben zählt wohl zu den komplexesten Sehfunktionen, nicht zuletzt deswegen gehören die Farbsinnstörungen zu den häufigsten Äuffälligkeiten des Sehens. Und es ist somit auch nicht sonderlich verwunderlich, dass das Farbsehen eher als andere visuelle Funktionen des Auges von Altersveränderungen betroffen ist. Zwischen dem 20. und 30. Lebensjahr erreicht die Fähigkeit, Farben zu sehen, ihren Höhepunkt – fortan lässt sie nach. So setzen Einbußen des Unterscheidungsvermögens von zwei Farben durchschnittlich mindestens zehn Jahre früher ein als Einbußen des Unterscheidungsvermögens bei Gerüchen oder Tönen. Altersbedingte Trübungen der Augenlinse und Veränderungen der neuronalen Basis des Sehens sind für die Verschlechterung besonders verantwortlich. 
 
Etwa acht Prozent aller Männer leiden an einer angeborenen Farbsinnstörung, die nur von der Mutter vererbt werden kann; bei den Frauen sind es nur 0,4 Prozent. Neben den angeborenen Störungen des Farbsehens gibt es aber auch noch erworbene Farbsinnstörungen, die auf Erkrankungen des Auges oder des Sehnervs zurückzuführen sind. Allerdings können auch Drogenkonsum und die Einwirkung von Medikamenten Farbsinnstörungen begünstigen; und nicht zuletzt ist, wie oben beschrieben, das Altern maßgeblich verantwortlich für erworbene Störungen. Schätzungen zufolge leiden rund fünf Prozent aller Menschen an einer erworbenen Farbsinnstörung. 
 
Bei Kindern ist die Prüfung des Farbsehens sinnvoll, um eventuelle Lern- oder Schulprobleme zu vermeiden bzw. ihnen entgegen wirken zu können. Einige Medikamente können Netzhautschäden hervorrufen, wenn sie über einen langen Zeitraum eingenommen werden. Auch in diesen Fällen können nach einem Screening des Farbsehens Gegenmaßnahmen ergriffen werden.
 
Ausprägungen von Farbsinnstörungen

Patienten mit erworbenen Farbsinnstörungen berichten häufig über veränderte Farben, Blitze oder Flimmern. Auffallend ist, dass dabei die Farben genauso beschrieben werden, wie sie wahrgenommen werden: Erscheinen die Blätter eines Baumes beispielsweise grau, so werden die Blätter auch als grau bezeichnet. Hingegen wird eine Person mit einer angeborenen Farbsinnstörung die Blätter als grün bezeichnen, auch wenn sie gar nicht in der Lage ist, Grün als Farbe wahrzunehmen. 
 
Es gibt unterschiedliche Ausprägungen von Farbsinnstörungen, die mit der Anzahl und den Typen der auf der Netzhaut befindlichen Zapfen zusammenhängen. Sind gar keine Zapfen vorhanden, dann ist ein Farbsehen überhaupt nicht möglich. Am anderen Ende der Skala gibt es auch Menschen, die nur zwei bestimmte Farben nicht voneinander unterscheiden können.